• Contact

    Let's Keep In Touch!X

    LEAVE A COMMENT

    Sending your message. Please wait...

    Thanks for sending your message! We'll get back to you shortly.

    There was a problem sending your message. Please try again.

    Please complete all the fields in the form before sending.

NEWS

Mein Umgang mit RPE

By Simon | In Artikel | on Januar 17, 2019

 
 
RPE.
 
Ich denke die meisten sind mittlerweile mit RPE (im Sinne von „wie viele Wdh. hätte ich am Ende des Satzes noch machen können“) vertraut und nutzen es, zumindest stellenweise, in ihrem Training. Und in meinen Augen ist es eines der besten Tools, das wir momentan haben, um den Trainingsreiz zu steuern. Aber wie die meisten Dinge hat natürlich auch RPE seine Stärken & Schwächen. Und v.a. ist nicht Jedermann dafür gemacht, sein/ihr Training allein auf RPE zu basieren, ohne feste Gewichtsangaben zu haben.

Wer in diese Kategore fällt (wie ich), der muss evtl. einen anderen Umgang mit RPE finden, um es richtig zu nutzen. Wenn bei mir z.B. ein Topsatz von 5 Wdh. @8 auf dem Plan steht und ich bereits letzte Woche einen Satz mit 5 Wdh. @8 bewegt habe (z.B. 100kg), kann ich nicht anders, als an diese 100kg zu denken. Ich kann nicht einfach „ausblenden“, was ich zuvor gemacht habe und mich allein an meine heutige Tagesform halten. Denn natürlich möchte ich versuchen, heute mehr zu schaffen. Das Problem: gehe ich nur nach Zahlen, wird bald aus einer geplanten x5 @8 eine x5 @9 oder @10. Der Sinn von RPE wäre dahin.

 
Daher fahre ich mittlerweile einen etwas anderen Ansatz. ⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀
 
Wenn ich ins Training gehe und ein Satz mit 5 Wdh. @8 auf dem Plan steht, dann gehe ich zunächst davon aus, dass ich besser bin als letzte Woche. Egal, wie ich mich vor dem Training fühle. Wenn wir beim obigen Bsp. bleiben, würde ich also davon ausgehen, dass ich heute 102,5kg oder 105kg x 5 @8 bewegen kann. Jetzt arbeite ich mich langsam im Gewicht nach oben, mit dem Ziel 102,5-105kg zu bewegen. Erst, wenn ich auf dem Weg dorthin feststelle: „nope, nicht heute“, bleibe ich unter dem angepeilten Gewicht. RPE dient mir also nicht per se zum FINDEN des passenden Gewichts, sondern mehr als eine Art „Stopp“, der mich davon abhält, zu viel Gewicht auf die Hantel zu packen. Ich habe ein Zielgewicht, das ich anstrebe und RPE als „Bremse“ für den Notfall.

Es ist ähnlich wie in der Wissenschaft: zuerst stelle eine Hypothese auf (=ich bin stärker als letzte Woche). Danach teste ich, ob sie sich bewahrheitet (=ich nehme mehr Gewicht als letzte Woche unter Einhalten der geplanten RPE) oder ich sie verwerfen muss (=ich nehme weniger Gewicht als vorab gedacht).

Mich hat diese „Umstellung“ meiner (psychischen) Herangehensweise an RPE durchaus einiges vereinfacht. Ich kann mir konkrete Gewichtsziele stecken und dennoch die Vorteile von RPE nutzen. Sprich, ich kann mein Training meiner Mentalität entsprechend angehen, ohne, dass es mich aus der Bahn wirft und ich unvernünftige Entscheidungen treffe.
 
 

No Comments to "Mein Umgang mit RPE"

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Wissen ist Kraft 2015-2019 - "If you're going to try, go all the way" - C. Bukowski